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5 Fun Facts über den Burggarten Basar – Kuriositäten, überraschende Geschichten und verborgene Details

Der Burggarten BasarBudapestGroßraum Budapest

Der von Miklós Ybl entworfene Burggarten Basar ist heute einer der spektakulärsten und elegantesten kulturellen Treffpunkte von Budapest. Seine Geschichte ist weitaus spannender, als man auf den ersten Blick vermuten würde. 

Das im Neorenaissance-Stil erbaute Gebäude von Miklós Ybl fungierte ursprünglich als echter Basar, wurde später zu einem kultigen Konzertort und stand dann jahrzehntelang verfallen da – bis es 2014 renoviert wurde und dem Gebäudekomplex am Donauufer neues Leben eingehaucht wurde. Wir stellen Ihnen die Geschichte des Burggarten Basars vor, wobei Sie fünf interessante Details über diesen wunderschönen Ort erfahren werden.

1. Ursprünglich fungierte es als richtiger Basar

Der Burggarten Basar wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert von Miklós Ybl als Einkaufsstraße konzipiert und zwischen 1875 und 1883 erbaut. Hier fanden Geschäfte, Werkstätten und Händler Platz. Zielsetzung war es, die Umgebung des Königspalasts elegant abzuschließen – und gleichzeitig einen lebendigen Handelsplatz am Donauufer zu schaffen.

2. Im 20. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem legendären Konzertort – die Geschichte des Jugendparks (Ifjúsági Park)

Der sich in einem immer schlechteren Zustand befindliche Basar erhielt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine neue Funktion: Es fungierte als Jugendpark, in dem kultige ungarische Bands auftraten. Der Ort war jahrzehntelang eines der Zentren der ungarischen Popmusikszene – innerhalb seiner Mauern fanden Hunderte von Rock-, Beat- und Popkonzerte statt. Hier wurden viele bekannte ungarische Bands zu Legenden, darunter LGT, Edda, Piramis, P. Mobil, Omega und Beatrice. Ein ikonisches Andenken ist bis heute erhalten geblieben: die Schriftzüge von Edda und LGT in der Steinmauer. Selbst die Restauratoren konnten sie nicht entfernen. Als „geheime Graffitis“ dieser Ära bewahren sie den Ruhm der Popgeschichte. Die Geschichte des Jugendparks wurde am 23. September 1984 durch ein Konzert der Band P. Mobil beendet.

Der Burggarten Basar

3. Der Burggarten Basar gehörte zu den 100 gefährdetsten Denkmälern weltweit

Vor der Jahrtausendwende befand sich der Burggarten Basar in einem derart schlechten Zustand, dass er zu den 100 gefährdetsten Denkmälern der Welt gerechnet wurde. Das baufällige Gebäude – was man angesichts seiner heutigen Eleganz kaum glauben mag – galt als lebensgefährlich und verfiel jahrzehntelang, bevor es wieder zu neuem Leben erweckt wurde.

4. Ein Schloss, in dem der Schlüssel steckte

Bei der Renovierung stießen die Fachleute auf mehrere interessante Fundstücke: zum Beispiel auf ein intaktes altes Schloss, in dem sogar noch der abgebrochene Schlüssel steckte. Dies ist auch heute noch ein kleines und doch kinoreifes Abbild der Vergangenheit, das auch in Ausstellungen gezeigt wurde. Im Burggarten Basar erwartet Sie eine Vielzahl von Programmen – informieren Sie sich auf der Website über die neuesten Angebote, bevor Sie sich auf Entdeckungstour begeben! 

Der Burggarten Basar

5. Historische Gärten und verborgene Details

Der Burggarten Basar ist nicht nur architektonisch einzigartig: Zwischen seinen Mauern verstecken sich historische Gärten, prächtige Treppen, versteckte Terrassen und winzige Promenaden – diese Besonderheiten nutzen die Veranstalter der hier stattfindenden Programme. Von den oberen Gärten aus hat man einen unvergleichlichen Blick auf die Donau, wobei man an ruhigen, versteckten Stellen am Hang des Burgbergs entlang spazieren kann. Diese Gärten im Neorenaissance-Stil wurden ursprünglich angelegt, um vom Königspalast aus einem freien Blick auf die Donau zu ermöglichen. Der Legende nach kam Franz Joseph selbst nur selten in den Genuss dieses Anblicks, da er nie in der Burg übernachtete – doch das Panorama hätte dennoch seinem Komfort gedient. Macht nichts, jetzt genießen wir es! 

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