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5 Fun Facts: Interessante Fakten über die Abtei von Tihany, die Sie noch nicht kannten

TihanyBalaton

Die Abtei von Tihany ist mehr als nur eine Sehenswürdigkeit, die auf eine Postkarte passt. Wir präsentieren Ihnen fünf interessante Fakten über diesen besonderen historischen Ort, die Ihnen vielleicht noch nicht bekannt waren.

1. Die Gründungsurkunde der Benediktinerabtei von Tihany gehört zu den ältesten Denkmälern der ungarischen Sprache.

Die Gründungsurkunde der Benediktinerabtei von Tihany stammt aus dem Jahr 1055 und ist eines der frühesten schriftlichen Zeugnisse der ungarischen Sprache. Sie kann als die erste originale ungarische Urkunde betrachtet werden, die zwar in lateinischer Sprache verfasst ist, aber vereinzelt auch ungarische Wörter und Ausdrücke enthält. Die bekannteste Stelle ist "feheruuaru rea meneh hodu utu rea". Diese Worte bedeuten: „Auf der Kriegsstraße nach Fehérvár.“ (Stuhlweißenburg)

Die Abtei von Tihany

2. Das Grab des ungarischen Königs Andreas I. befindet sich in der Unterkirche der Benediktinerabtei von Tihany.

Diese Tatsache mag auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich erscheinen, doch es handelt sich hierbei um das einzige vollständig erhaltene Königsgrab aus der Arpadenzeit. Der Überlieferung nach blieb das Grab – trotz mehrerer Umbauten und der Widrigkeiten der Geschichte – stets in der Unterkirche bestehen. Deshalb wird die Kirche auch als „Abtei des Hüters des Königs” bezeichnet.

3. Das berühmte Echo von Tihany wird immer schwächer.

Das Echo von Tihany ist eines der bekanntesten und ikonischsten Naturphänomene des Plattensees. Es war bereits im 18. und 19. Jahrhundert bekannt. Früher hatte der Widerhall sieben Silben. Dies wurde durch die Topografie der Halbinsel Tihany und die besondere Lage der Gebäude rund um die Abtei ermöglicht. Aufgrund der dichter werdenden Vegetation und Bebauung hat sich der klassische, kräftige Widerhall im Laufe der Zeit deutlich abgeschwächt und ist heute nicht immer mehr zu hören.

Tihany

4. Die Abtei war zugleich ein religiöses und strategisches Zentrum.

Die Benediktinerabtei von Tihany wurde in erster Linie als kirchliche Institution errichtet und fungierte im Laufe ihrer Geschichte vorwiegend als religiöses und landwirtschaftliches Verwaltungszentrum. Dank seiner Lage verfügte es über hervorragende strategische Vorzüge und eignete sich zur Überwachung der Wasser- und Landwege rund um den See. Dies wurde in der Zeit der türkischen Herrschaft bewusst genutzt.

5. Die Abtei als Kompass

Der Überlieferung zufolge diente das Licht, das im Turm der hochgelegenen Abtei entzündet wurde, Seeleuten auf dem Plattensee bei Sturm als Orientierungspunkt. Auch wenn die Abtei offiziell nicht als Leuchtturm fungiert, so zeigt sie den Gläubigen im übertragenen Sinne noch immer den Weg. Wenn Sie in der Gegend sind, sollten Sie auch das Besucherzentrum „Levendula Ház“ (Lavendelhaus) besuchen. Es befindet sich in der Nähe der Benediktinerabtei von Tihany und stellt die Traditionen des Lavendelanbaus sowie die Naturschätze der Halbinsel vor. Das Besucherzentrum „Levendula Ház“ ist eng mit dem Benediktinerorden verbunden. Sowohl die Traditionen der Benediktinergemeinschaft von Tihany als auch die Geschichte des Lavendelanbaus haben eine entscheidende Rolle für das kulturelle und natürliche Erbe der Halbinsel gespielt.

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