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In der jüngsten Sporthalle Budapests treffen Weltklasse-Technik und klassische Kunst aufeinander: MVM Dome

MVM DomeBudapestGroßraum Budapest

Als erste internationale Sportveranstaltung wurde die Handball-Europameisterschaft der Männer 2022 im MVM Dome, der neuesten multifunktionalen Sporthalle Budapests, ausgetragen. In dem Gebäude kann man auf Schritt und Tritt die Spuren modernster Technik finden, aber auch klassische Kunst ist in die Architektur eingeflossen.

Als im Juni 2018 Ungarn und die Slowakei den Zuschlag für die Ausrichtung der Handball-Europameisterschaft der Männer für den Januar 2022 erhielten, war in den Bewerbungsunterlagen noch die László Papp Budapest Sport Arena als Austragungsort für Budapest aufgeführt. In den vergangenen Jahren wurde wiederholt das Problem angesprochen, dass die Kapazität der Arena für bestimmte Sportveranstaltungen und Konzerte nicht ausreicht. So wurde im Februar 2019 die Notwendigkeit des Baus einer neuen Sporthalle thematisiert und bis April wurde der Standort der Halle ausgewählt.  

 

Europas kapazitätsmäßig größte Handball-Arena wurde auf der Grundlage eines rollenden Konzepts (Design & Build) gebaut, so dass die Bauarbeiten bereits im Gange waren, als der Ansichtsplan des Gebäudes Mitte 2020 fertiggestellt wurde. Die feierliche Übergabe fand am 16. Dezember 2021 mit einem symbolischen Gala-Spiel und einem Konzert von Punnany Massif statt. Am 4. Januar 2022 wurde bekannt gegeben, dass die Einrichtung den Namen MVM Dome tragen wird. Neben der Handball-Europameisterschaft der Männer im Januar 2022 wird die Anlage von 2022 bis 2024 auch Austragungsort des Vierer-Finale der EHF Champions League der Frauen sowie der Frauenhandball-Europameisterschaft 2024 und der Weltmeisterschaft 2027 sein. 

Auf den Spuren der Renaissance-Zeichnungen

Auf dem Gelände der neuen Sporthalle befand sich zuvor die im Jahr 1898 erbaute Franz Joseph Infanteriekaserne, welche später als Gebäude der Nationalen Verteidigungsuniversität Miklós Zrínyi diente. Im Jahr 2008 wurde die Anlage abgerissen und an ihrer Stelle befand sich lange Zeit ein verwahrlostes, verwildertes Stück Land, welches für ein unpassendes Stadtbild sorgte.  

 

Nach der neuen Raumordnung wurde am 29. November 2019 mit dem Bau begonnen. Der Architekt des Bauwerks, George Skardelli, ließ sich von den anatomischen Zeichnungen von Michelangelo, Leonardo und an deren Meistern der Renaissance inspirieren, aber auch von den modernsten technischen Lösungen beeinflussen. Die anatomischen Studien der Muskelfasern brachten ihn auf die Idee für das Äußere des Gebäudes, die dekorativen Elemente. Die auf dem nach außen geneigten elliptischen Kegelstumpf angebrachten bandartigen Dekorationselemente umarmen nicht nur das Gebäude, sondern verleihen ihm auch durch das Spiel von Farben und Licht eine spezielle Dynamik. 

Vom Eislaufen bis zum Schwimmen

Kurze Zeit nach seiner Eröffnung trägt es den Namen Multifunktionale Sporthalle Budapest bis es auf MVM Dome umgetauft wird. Dank seiner vielseitigen Räumlichkeiten und innovativen architektonischen Lösungen können nicht nur Handballspiele und -turniere, sondern auch große Konzerte, Shows, Ausstellungen und Firmenevents veranstaltet werden. Hier können nicht nur die beliebtesten Hallensportarten (Handball, Basketball, Volleyball, Futsal, Hockey, Tennis, Schlittschuhlaufen) ausgeübt werden, sondern auch einige Leichtathletik-, Reit- und Motorradveranstaltungen und im mobilen Schwimmbecken können sogar Schwimmwettbewerbe und Wasserballspiele ausgetragen werden.  

 

Ursprünglich war das Ziel, dass bei der Europameisterschaft 20022 Zuschauer*innen zuschauen können, aber die endgültige Sitzplatzkapazität beläuft sich auf 20034. Das Gebäude verfügt über 8 Treppenhäuser und 8 Rolltreppen führen vom Haupteingang in die 50000 m² große Arena. Die Spielfläche kann durch das Umklappen und Zurückziehen der rund 3.000 Sitzplätze im unteren Ring vergrößert werden. Im Gebäude wurden 49 Skyboxen für 15 und 30 Personen und zwei große Skyclubs eingerichtet. Die VIP-Lounges Gold und Platinum bieten neben Komfort und freiem Blick auf den Spielfeld noch zusätzliche Dienstleistungen. Die Beleuchtung über dem Haupteingang ist aus recyceltem Glas gefertigt. Die oberen Stockwerke sind nicht nur über Rolltreppen, sondern auch über Aufzüge erreichbar, wobei es einen separaten Aufzug für Personen mit eingeschränkter Mobilität gibt. 

 

Die regulierbare Sportbeleuchtung kann auch für HDTV-Übertragungen von Weltmeisterschaften und Super-Slow-Motion Aufnahmen verwendet werden. Das Beleuchtungssystem ist außerdem in der Lage, über eine einfache Steuerung die Farbtemperatur des Saals je nach Art der Veranstaltung oder des Konzerts zu verändern, was in Europa einzigartig ist. Die Leuchtkörper für die Außenbeleuchtung sind in den Fassadenmantel integriert. 

 

Daten und Fakten: 
Tragfähigkeit der Dachkonstruktion: 180 Tonnen 
Anzahl der Ebenen: 4 
Anzahl der Treppenhäuser: 8 
Fläche der Fassade: 17500 m² 
Größe des Fassaden-Displays: 600 m² 
Länge der LED-Leisten: 4,5 km 

MVM DOME, BUDAPESTAls erste internationale Sportveranstaltung wurde die Handball-Europameisterschaft der Männer 2022 im MVM Dome, der neuesten multifunktionalen Sporthalle Budapests, ausgetragen. In dem Gebäude kann man auf Schritt und Tritt die Spuren modernster Technik finden, aber auch klassische Kunst ist in die Architektur eingeflossen.
MVM Dome, Budapest
Puskás Aréna, Budapest
Stadion Nagyerdő (Großer Wald), Debrecen
László Nagy around the Parliament

Spaziergänge in die Natur

Nach der Aufregung bei Sportveranstaltungen und Konzerten lässt es sich auch in der näheren und weiteren Umgebung der Halle entspannen. Es lohnt sich, einen langen Spaziergang entlang der Parklandschaft des Kopaszi-Staudamms und des schattigen Donauufers zu unternehmen oder sich in einem der guten Restaurants der Gegend hinzusetzen und neben der Landschaft auch die kulinarischen Genüsse zu genießen. Die Liebhaber*innen von Freibädern können sich auch am SHO Beach erfrischen, wo beinahe die Erlebnisse eine Meeresufers angeboten werden.  
Am Ufer der Donau in Buda sind die Sehenswürdigkeiten des Gellért-Bergs einen ausgedehnten Spaziergang wert. Genießen Sie den Ausblick auf die Stadt von der Zitadelle aus, wo Sie die als Wahrzeichen Budapest geltende Freiheitsstatue aus nächster Nähe bewundern können. Besichtigen Sie die Gellért-Statue am Brückenkopf der Elisabeth-Brücke in Buda, die an der Stelle des Martyriums von Bischof Gellért, dem Namensgeber des Hügels, dem Erzieher des Heiligen Fürsten Imre, errichtet wurde. Mehr verborgene Schätze findet man im Garten der Philosophen oberhalb des Gellért-Bergs, wo man die Statuen von Jesus Christus, Buddha, Lao-Ce und Abraham betrachten kann. Nicht weit davon entfernt treffen sich die Statuen des Fürsten von Buda und der Fürstin von Pest auf einem Aussichtsstein, von dem man ebenfalls einen herrlichen Rundblick hat. Die Felsenkirche Unserer Lieben Frau von Ungarn, die für den von Ungarn gegründeten Pauliner Orden errichtet wurde, bietet ein besonderes Erlebnis für die Seele. Am südlichen Fuß des Gellért-Bergs können Sie in der üppigen Pflanzenwelt des Arboretums von Buda dem Trubel der Stadt für ein paar Stunden entfliehen. 

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