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Palastviertel am Burgberg von Buda

Der BurgpalastBudapest Großraum Budapest

Das Palastviertel am Burgberg von Buda ist der Teil des I. Bezirks der Hauptstadt, in dem man stundenlang spazieren gehen kann, um die schönen Gebäude, die Denkmäler der ungarischen Geschichte, die gepflasterten Straßen oder die fantastische Aussicht zu bewundern.

Das renommierte amerikanische Magazin TIME hat erneut eine Liste der 50 schönsten Orte der Welt für das Jahr 2023 zusammengestellt. Anlässlich des 150. Jahrestages der Gründung von Budapest wurden mehrere ungarische Wahrzeichen besonders hervorgehoben, darunter das Burgviertel von Buda, dessen Gebäude in den letzten Jahren im Rahmen des Nationalen Hauszmann-Programms wiederbelebt wurden und nun wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit erstrahlen. 

Die Geschichte erwacht zum Leben

Zum Palastviertel gehören auch der Burgpalast, der Heilige König Stephan Saal, die Karmeliter-Konzerte, der Burggartenbasar, der Burgrundgang von Buda und der De la Motte-Beer Palast. Die Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und Ausstellungen bieten eine fantastische Auszeit für Liebhaber*innen von Denkmälern, Geschichte und Kunst.

 

Am 20. August 2021 wurde der erste Teil des Palastes in seiner ursprünglichen Form wiedereröffnet, der südliche Verbindungsflügel mit dem weltberühmten Heiligen König Stephan Saal und die beiden ikonischen Gebäude des Burgviertels, die Hauptwache und die Reithalle, wurden ebenfalls im Rahmen des oben erwähnten Entwicklungsprogramms wiederaufgebaut. 

Die Hauptwache

Heute können Sie in dem rekonstruierten zweistöckigen Gebäude der Ungarischen Königlichen Garde einen Kaffee und einen kleinen Leckerbissen in der Atmosphäre der Jahrhundertwende genießen, wobei die Archivfotos an den Wänden zeigen, wie die ehemaligen Bewohner der Kaserne, die tapferen Soldaten, auf Sie hinunterschauen. Durch die Fenster hat man einen wunderbaren Blick auf den Tabán. Wenn man auf der anderen Seite Platz nimmt, bei Schönwetter kann man auch auf der Terrasse sitzen, von wo aus man die Nationalgalerie und die Passanten auf dem Hunyadi-Hof beobachten kann. 

Die Reithalle

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Reithalle beschädigt und dann aus ideologischen Gründen abgerissen. Heute nach dem Rückbau, ist sie ein multifunktionaler Veranstaltungsraum mit fast 1500 m². Obwohl die authentische Rekonstruktion getreu den ursprünglichen Plänen des Architekten Alajos Hauszmann aus der Jahrhundertwende erfolgte, wurde der Innenraum der Reithalle mit den modernsten technischen Finessen ausgestattet.

 

Die im Jahr 1896 errichtete Stöckl-Treppe wurde ebenfalls in den 1970-er Jahren zerstört. Die im Jahr 2021 rekonstruierte Treppe verbindet den Csikós-Hof mit dem Hunyadi-Hof in der Burg von Buda. Bei der Renovierung wurde darauf geachtet, den Bereich barrierefrei zu gestalten (z. B. durch den Einbau neuer Aufzüge). 

Wasser in der Stadt

Der Mátyás-Brunnen wurde von Alajos Strobl entworfen und im Jahr 1904 im südlichen Teil der Burg von Buda, im Hunyadi-Hof, errichtet. Am Brunnen ist Mátyás Hunyadi, einer der berühmtesten und beliebtesten Könige Ungarns, als Hauptfigur zu erkennen. Er ist in einem Jagdgewand gekleidet, mit einem Hirsch zu seinen Füßen und seinem Gefolge und Jagdhunden um ihn herum. Nach 120 Jahren wurde der Brunnen im Jahr 2020 vollständig renoviert. Die Hunde bekamen eine neue Leine und die Armbrust von Mátyás eine neue Sehne. Es lohnt sich, nach Einbruch der Dunkelheit hierher zu kommen, denn der Brunnen ist mit einer besonderen, farbenfrohen Beleuchtung geschmückt. Eine weitere Wasserquelle des Burgviertels von Buda ist der seit 1900 existierende, fischende Kinder darstellende Brunnen, welcher zwangsweise in Budapest schon öfter Platzwechseln musste. Seit 2021 steht er neu rekonstruiert an seinem ursprünglichen Standort. Der Bildhauer Károly Senyei hat zwei kleine Jungen und ein kleines Mädchen, das über die beiden lacht, mit einem riesigen Wels in der Hand gestaltet. Rundum das Werk ist im Herbst eine Weinverkostung und im Winter ein Adventsmarkt zu besichtigen - ein Besuch lohnt sich also.

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