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Das prächtige Parlamentsgebäude, das symbolträchtigste Gebäude Ungarns

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Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an symbolträchtige Gebäude in Ungarn denken? Wir gehen jede Wette ein, dass es das Parlamentsgebäude am Donauufer ist. Hier können Sie vor Ihrem Besuch bereits online einen Blick in diesen Prachtbau werfen und mehr über dessen interessante Geschichte erfahren. Das Gebäude zählt als Teil des Donauufers seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. 

Alles Wichtige zum ungarischen Parlamentsgebäude

Wir wollen Sie nicht mit der Geschichte des Parlaments langweilen, möchten jedoch einige wichtige Punkte erwähnen. 

Zur Verdeutlichung: Der Begriff „Parlament“ bezieht sich eigentlich auf die Gruppe von Personen, die im Parlament tagen. Obwohl das faszinierende Gebäude häufig als „Parlament“ bezeichnet wird, ist der korrekte Name eigentlich „Parlamentsgebäude“. 

Die Errichtung des imposanten Baus nach einem Entwurf des Architekten Imre Steindl dauerte 17 Jahre, von 1885 bis 1902. Unglücklicherweise verstarb der Architekt fünf Wochen vor der Einweihung des Gebäudes und erlebte diese selbst nicht mehr. 

Eine wichtige Maßgabe für das Bauprojekt war, dass nur ungarische Rohstoffe für den Bau des ungarischen Parlaments verwendet, nur ungarische Handwerker und Hersteller mit den Bauarbeiten betraut und sogar nur einheimische Pflanzen des Karpatenbeckens für die Dekoration verwendet werden durften. Diese Auflagen wurden fast vollständig erfüllt, einzig die riesigen Granitsäulen wurden aus dem Ausland importiert. (Interessant ist, dass weltweit nur 12 solcher Säulen hergestellt wurden, von denen acht für das Parlamentsgebäude und die übrigen vier in Großbritannien verbaut wurden.) 

Einige Zahlen sind schier unglaublich: Rund 40 Millionen Ziegel wurden für den Bau verwendet und das Gebäude wurde mit 40 Kilogramm Gold von 22 bis 23 Karat verziert. Die Grundfläche des Gebäudes beträgt 18.000 Quadratmeter; die Fassade wird von 90 Steinstatuen geschmückt und im Inneren stehen weitere 162 Figuren. Der rote Teppich im Innenbereich ist fast 3 km lang; das Gebäude kann über insgesamt 27 Tore betreten werden und es hat 365 Türme in verschiedenen Größen, einen für jeden Tag des Jahres. 

Hinsichtlich des Stils und der Maße des Gebäudes kann festgehalten werden, dass der Grundriss barock und die Fassade gotisch ist, während die Decke Merkmale der Renaissance zeigt. Der Flügel, der parallel zur Donau liegt, ist 268 Meter lang und an der breitesten Stelle misst das Gebäude 123 Meter. Der Turm der Kuppel ist 96 Meter hoch. 

Sowohl der Bau als auch der Entwurf jedes Abschnitts des Parlamentsgebäudes war bis ins kleinste Detail geplant: Jeder Teil des Gebäudes vermittelt wichtige politische und historische Aussagen. Die prominente mittige Kuppel verweist einerseits auf die Einheit der Legislative und war zugleich der Ort für die gemeinsamen Sitzungen des Oberhauses und des Unterhauses, denn das ungarische Parlament hatte ursprünglich zwei Kammern. Beidseitig der Kuppel befinden sich die Kammern des Ober- und Unterhauses, die identisch sind, um die Gleichberechtigung der beiden Kammern zu symbolisieren. 

Was wird Ihnen bei einem Besuch des ungarischen Parlaments geboten?

Wie können Sie sicher sein, dass ein Besuch des Parlaments in der ungarischen Hauptstadt sich wirklich lohnt? Nun, 700.000 Besucher pro Jahr sprechen für sich! Gut ausgebildete, mehrsprachige Reiseführer begleiten Sie während des rund 50-minütigen, erlebnisreichen Rundgangs, bei dem Sie eines der größten „Parlamente“ der Welt besichtigen können. Hier folgen die Stationen des Rundgangs: 

  • Das stadtseitige Treppenhaus XVII 
    Dieser vergoldete Korridor, der mit dekorativen Gemälden, Statuen und Buntglasfenstern ausgestattet wurde, führt zum prächtigen Hauptgeschoss. 

  • Die Oberhauskammer 
    Die ehemalige Oberhauskammer ist heute ein Tagungsort. Die Halle mit ihrer exzellenten Akustik und mehrstöckigen Galerie ist in slawonischer Eiche getäfelt und reichhaltig mit Gold verziert. Die Hauptwand wird von gemalten Wappen der königlichen Familien Ungarns geschmückt. 

  • Die Lounge der Oberhauskammer 
    Neben dem größten handgeknüpften Teppich in Europa befinden sich in der Lounge Statuen, die an alte ungarische Volksgruppen und Berufe erinnern. Letztere wurden in der Porzellanfabrik Zsolnay in Pécs hergestellt, einem wichtigen Bestandteil der Geschichte der ungarischen Industrie und Gewinner verschiedener Weltausstellungspreise. 

  • Der Kuppelsaal 
    Die Heilige Krone und die ungarischen Kronjuwelen werden seit 2000 im Kuppelsaal rund um die Uhr bewacht. Hier werden die Statuen ungarischer Herrscher auf vergoldeten Sockeln unter vergoldeten Baldachinen gezeigt.  

  • Das große Treppenhaus 
    Die letzte Station des Rundgangs durch das Parlamentsgebäude bietet zahlreiche prunkvolle Sehenswürdigkeiten. Die Decke wurde von Károly Lotz, einem der prägenden Künstler der ungarischen Wand- und Porträtmalerei, bemalt und die Glasfenster auf beiden Seiten der Halle wurden durch den Glasmaler und Mosaikkünstler Miksa Róth kunstvoll verziert. Hier befinden sich auch die acht Granitsäulen. 

Das ungarische Parlamentsgebäude lockt mit seinen imposanten Sehenswürdigkeiten unzählige Besucher an!  

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